Bundeshaushalt im Überblick

Voranschlag 2021

Ordentliche Finanzierungsrechnung, Finanzierung der Ausgaben

in Mrd.

Voranschlag 2021 (Diagramm)

Für 2021 wird ein ordentliches Finanzierungsdefizit von 1,1 Milliarden erwartet. Für das verhältnismässig gute Ergebnis gibt es mehrere Gründe: Beim Start der Budgetplanung im Februar 2020 wurde mit einem strukturellen Überschuss von 1,1 Milliarden gerechnet. Darin noch nicht berücksichtigt war die zusätzliche Gewinnausschüttung der SNB (0,7 Mrd.). Und schliesslich führt insbesondere die Aussetzung der Verzugszinsen dazu, dass sich ein Teil der 2020 fälligen Einnahmen in die Folgejahre verschiebt (2,4 Mrd.). Umgekehrt wird der Voranschlag durch weitere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise im Umfang von 1,6 Milliarden belastet; weitere Massnahmen sind absehbar.

Die Einnahmen erreichen im Jahr 2021 in etwa das Niveau des Budgets 2020. Im Jahr 2020 bleiben sie jedoch aufgrund der Corona-Pandemie deutlich darunter. Ausgehend von der Schätzung für 2020 (70,4 Mrd.) wachsen die Einnahmen im Jahr 2021 um 7,6 Prozent und damit stärker als das erwartete nominale Wirtschaftswachstum (5,1 %). Der Grund dafür ist die erwähnte Verschiebung von Einnahmen ins Jahr 2021. Die Ausgaben des Bundes steigen um 2,0 Prozent. Die Vorgaben der Schuldenbremse werden eingehalten. Im Jahr 2021 liegt die Wirtschaftsleistung immer noch deutlich unter ihrem langfristigen Trend. Die Schuldenbremse erlaubt deshalb ein hohes konjunkturelles Defizit von knapp 3,3 Milliarden. Die budgetierten Ausgaben liegen damit 2,2 Milliarden unter den höchstzulässigen Ausgaben und es resultiert ein entsprechender struktureller Überschuss. Um die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu finanzieren, verwendet der Bund vorhandene flüssige Mittel und erhöht seine Schulden. Gemäss aktueller Schätzung steigen die Bruttoschulden im Jahr 2020 auf 105,6 Milliarden (+8,7 Mrd.). Die Nettoschulden steigen um 21,0 Milliarden, da zusätzlich zum Schuldenaufbau (+8,7 Mrd.) auch das Finanzvermögen sinkt (-12,3 Mrd.).

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Letzte Änderung 27.08.2020

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