Schulden

Entwicklung der Nettoschulden

in Mrd. CHF und % BIP

Die Nettoschulden dürften im Jahr 2023 aufgrund des erwarteten Finanzierungsdefizits um 0,9 Milliarden auf 137 Milliarden zunehmen. Die Nettoverschuldung wird auch durch Transaktionen direkt im Eigenkapital beeinflusst. Diese werden jedoch nicht budgetiert. Die Zunahme der Nettoverschuldung in den Jahren 2020 und 2021 ist auf die Ausgaben in Zusammenhang der Corona-Pandemie zurückzuführen. Einerseits wurden diese über Finanzverbindlichkeiten (Geldmarktbuchforderungen und Anleihen) gedeckt, anderseits wurde auch Finanzvermögen dafür eingesetzt und entsprechend abgebaut.

Die Nettoschuldenquote dürfte im Jahr 2023 auf 17,1 Prozent sinken (2022: 17,5 %), weil das Wachstum der Nettoschulden (+0,6 %) kleiner ausfällt als dasjenige des nominellen Bruttoinlandprodukts (3,2 %).

NEUE DEFINITION DER «NETTOSCHULDEN»

Mit der FHG-Revision «Vereinfachung und Optimierung der Haushaltsführung» wurde der Einnahmen- und Ausgabenbegriff erweitert und vereinheitlicht. Rückstellungen und Abgrenzungen sind neu generell bei ihrer Bildung respektive Auflösung schuldenbremsewirksam und nicht erst bei deren Verwendung. In der Folge wird die Definition der Nettoschulden angepasst und auf der Passivseite das gesamt Fremdkapital berücksichtigt (inkl. Rückstellungen und übriges Fremdkapital). Die Nettoschulden, bestehend aus Fremdkapital abzüglich Finanzvermögen, ermöglichen eine direkte Herleitung der Neuverschuldung aus dem Finanzierungssaldo.

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Letzte Änderung 17.08.2022

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