Konjunktur

Entwicklung der Wirtschaftsleistung

Veränderungsraten BIP real und nominal (in %, sportevent-bereinigt)

Entwicklung des Bruttoinlandprodukts
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Die Schweizer Wirtschaft wurde im ersten Halbjahr 2020 durch die weltweite Corona-Pandemie und die Eindämmungsmassnahmen stark eingeschränkt, wodurch sie den grössten Einbruch seit 1975 erleiden dürfte. Die getroffenen Abfederungsmassnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden konnten bisher die schlimmsten Auswirkungen des Wirtschaftseinbruchs eindämmen. Sofern keine weiteren Pandemiewellen eintreten, dürfte sich die Wirtschaft ab dem zweiten Halbjahr allmählich erholt. Der weitere Konjunkturverlauf hängt aber stark von der weltweiten Pandemieentwicklung ab und ist mit grossen Unsicherheiten behaftet.

Für das Jahr 2020 wird ein Rückgang des realen Bruttoinlandprodukts von 6,2 Prozent erwartet (budgetiert +1,7 %) und für 2021 ein Aufholeffekt von 4,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote steigt von 2,3 Prozent (2019) auf 3,8 Prozent (2020) und 4,1 Prozent (2021). Aufgrund des tieferen Erdölpreises, des starken Konjunktureinbruchs und der Aufwertung des Schweizer Frankens wird erwartet, dass die inländische Teuerung im Jahr 2020 wieder negativ wird (-0,9 %, budgetiert +0,6 %) und auch 2021 negativ bleibt (-0,3 %). Das nominale Wirtschaftswachstum, das auch die Teuerung mitbeinbezieht, dürfte sich 2020 auf -6,7 Prozent (budgetiert: +2,3 %) und im Jahr 2021 auf 5,1 Prozent belaufen.

Für den Voranschlag 2021 wird erstmals das um Sportgrossanlässe geglättete Bruttoinlandprodukt verwendet (sog. sportevent-bereinigtes BIP), da dieses den Konjunkturverlauf besser wiedergibt.

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Letzte Änderung 05.08.2020

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