Steuerung des Bundeshaushalts
Der Bund steuert seine Finanzen regelgebunden und nach strategischen Vorgaben. Gesetzliche Grundlagen, finanzpolitische Leitlinien und etablierte Planungs- und Rechnungsprozesse bilden den Rahmen für den Bundeshaushalt.

Leitbild und Ziele
Der Bund steuert seine Finanzpolitik auf Basis verbindlicher Grundsätze. Das Finanzleitbild des Bundesrats legt die strategischen Ziele fest; die ausgabenpolitischen Leitsätze übersetzen diese in die Praxis.

Schuldenbremse
Die Schuldenbremse soll den Bundeshaushalt vor strukturellen (chronischen) Ungleichgewichten bewahren und damit verhindern, dass die Bundesschuld ansteigt.

Haushaltssteuerung
Die Eidgenössische Finanzverwaltung erstellt den Finanzplan, das Budget (Voranschlag) und die Staatsrechnung. Zur Steuerung der Finanzmittel stehen verschiedene Kreditarten zur Verfügung, darunter Voranschlags-, Nachtrags- und Verpflichtungskredite sowie Zahlungsrahmen.
Führungsmodell
Seit 2017 sorgt das Neue Führungsmodell für die Bundesverwaltung für mehr Transparenz und eine stärkere Verknüpfung von Haushaltssteuerung, Finanzplanung und Leistungen. Es stärkt die Eigenverantwortung der Verwaltungseinheiten und setzt auf neuen Steuerungsinstrumente wie der Integrierte Aufgaben- und Finanzplan, Globalbudgets und jährliche Leistungsvereinbarungen.
Rechnungsmodell
Das Rechnungsmodell folgt im Wesentlichen dem in der Privatwirtschaft gebräuchlichen Modell mit Erfolgsrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung sowie Anhang. Hinzu kommen die Investitionsrechnung und der Nachweis der Einhaltung der Schuldenbremse («Nachweis zur Schuldenbremse»).

Haushalt- & Kreditrecht
Die Bundesversammlung hat die Finanzhoheit des Bundes. Sie beschliesst den Voranschlag und genehmigt die Staatsrechnung. Ergänzende Steuerungsinstrumente wie die Schuldenbremse, die Finanzplanung und Verpflichtungskredite sorgen für eine nachhaltige Finanzierung des Bundes.