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Veröffentlicht am 20. August 2026

Bundeshaushalt im Überblick

Wie geht es dem Bund finanziell? Wie hoch sind die Einnahmen und die Ausgaben des Bundes? Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick.

Schwerpunkt – Bundeshaushalt

Voranschlag 2027

Finanzierungssaldo in Mrd. CHF

Der Voranschlag 2027 verzeichnet in der Erfolgsrechnung einen Überschuss von 2,6 Milliarden. Die laufenden Einnahmen wachsen etwas stärker als die laufenden Ausgaben (+3,7 Mrd. ggü. +3,1 Mrd.); die Selbstfinanzierung steigt damit auf 5,5 Milliarden. Die Abschreibungen und die übrigen Bewertungsänderungen im Verwaltungsvermögen belasten dagegen das Ergebnis (-2,8 Mrd.). Die Nettoinvestitionen (Investitionsausgaben abzüglich Investitionseinnahmen) bleiben nahezu unverändert bei 5,6 Milliarden.

Der Finanzierungsbeitrag aus der Erfolgsrechnung – die Selbstfinanzierung (5,5 Mrd.) – reicht knapp nicht aus, um die geplanten Nettoinvestitionen (5,6 Mrd.) vollständig zu finanzieren. Mit anderen Worten: Die Ausgaben sind höher als die Einnahmen. Für 2027 wird deshalb ein Finanzierungsdefizit von 0,1 Milliarden budgetiert. Dies ist auf ein Defizit im ordentlichen Haushalt (-0,5 Mrd.) sowie auf einen Überschuss im ausserordentlichen Haushalt (+0,4 Mrd.) zurückzuführen.

Aufgrund des erwarteten Finanzierungsdefizits steigen die Nettoschulden im Voranschlagsjahr 2027 auf 141,0 Milliarden (+0,1 Mrd.).

Nach einer unterdurchschnittlichen Wirtschaftsleistung im Jahr 2026 dürfte sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft 2027 beschleunigen. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes erwartet für 2026 und 2027 ein reales Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent bzw. 1,6 Prozent sowie eine Teuerung von jeweils 0,6 Prozent. Das nominale Wirtschaftswachstum dürfte bei 1,7 Prozent (2026) und 2,1 Prozent (2027) liegen.

Im ordentlichen Haushalt beläuft sich das Finanzierungsdefizit auf 469 Millionen. Damit wird das konjunkturbedingte Defizit, das die Schuldenbremse zulässt (-653 Mio.), nicht vollständig ausgeschöpft. Der verbleibende Handlungsspielraum beläuft sich auf 185 Millionen. Die Vorgaben der Schuldenbremse werden damit im Voranschlag 2027 eingehalten.

Entlastungspaket 27

In den Voranschlägen 2024 und 2025 hat der Bundesrat jeweils grössere Entlastungsmassnahmen umgesetzt. Diese entlasten den Voranschlag 2027 immer noch um knapp 2 Milliarden.

Das Parlament hat am 20. März 2026 das Entlastungspaket 27 (EP 27) verabschiedet. Dieses Paket ermöglicht es, die Ausgaben des Bundes gegenüber den ursprünglichen Prognosen für das Voranschlagsjahr um weitere rund 1,4 Milliarden pro Jahr zu senken. Ab 2028 wird der Bundeshaushalt um bis zu 2 Milliarden Franken pro Jahr entlastet.

Daten

Detaillierte Daten für längere Zeiträume finden sich unter folgenden Links: