Sonderauswertungen
Sie bieten vertiefte Analysen zu ausgewählten finanzpolitischen Themen. Dazu gehören der kantonale Vergleich der Steuerbelastung, die Gebührenfinanzierung öffentlicher Dienstleistungen sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Bundesaktivitäten in den Kantonen.
Steuerausschöpfung
Kantonaler Vergleich der Steuerbelastung 2026
Bern, 03.02.2026 – Bei juristischen Personen belaufen sich die direkten Steuern der Kantone und Gemeinden im Durchschnitt auf knapp 9 % des Gewinns, was einem Rückgang gegenüber 2025 entspricht. Die Situation ist zwischen den Kantonen homogen: Nur drei Kantone verzeichneten zwischen 2008 und 2026 einen Anstieg der steuerlichen Ausschöpfung der juristischen Personen.
Bei den natürlichen Personen hingegen steigt die steuerliche Ausschöpfung gegenüber 2025. Die Entwicklung ist jedoch zwischen den Kantonen sehr heterogen: Zwölf Kantone verzeichnen einen Anstieg, während vierzehn einen Rückgang verzeichnen. Im Durchschnitt belasten die direkten Steuern im Jahr 2026 fast ein Fünftel des Einkommens natürlicher Personen.
Hinweis: Der ausführliche Bericht über den Steuerausschöpfungsindex wird nicht mehr jährlich veröffentlicht. Der letzte Bericht stammt aus dem Jahr 2025 und ist unten verfügbar. Der nächste Bericht wird 2028 veröffentlicht.
Visualisierung der Resultate für juristische Personen (Dashboard)
Visualisierung der Resultate für natürliche Personen (Dashboard)
Gebührenfinanzierung
Gebühren für öffentliche Dienstleistungen: Einnahmen sinken, Ausgaben steigen
Bern, 04.11.2025 – Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) hat die Finanzierung ausgewählter öffentlicher Dienstleistungen in Kantonen und Gemeinden untersucht: Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, allgemeines Rechtswesen, Wasserversorgung/ Abwasserbeseitigung und Abfallwirtschaft. Die Daten zeigen, dass 2023 ein geringerer Anteil der Kosten durch Gebühren finanziert wurde als noch 2022. Insgesamt deckten die Gebühren in den vier untersuchten Bereichen 74,7 Prozent der Kosten (2022: 77,0%).
Gebührenvergleichs-Website des Preisüberwachers
Bundesaktivitäten in Kantonen
Bern, 15.11.2022 – Die Eidgenössische Finanzverwaltung hat ihren Bericht von 2018 zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Bundesaktivitäten in den Kantonen für den Zeitraum 2017 bis 2020 aktualisiert. Die neue Analyse zur Verteilung der Ausgaben und der Einnahmen des Bundes auf die einzelnen Kantone zeigt, dass die Disparitäten zwischen den einzelnen Kantonen durch die unterschiedlichen Beiträge der Kantone zur Finanzierung des Bundeshaushalts und durch den Finanzausgleich reduziert werden.
Sonderauswertung Covid
Ausgaben im Zusammenhang mit Covid
Bern, 05.11.2024 – Die Covid-19-Pandemie verursachte sowohl beim Bund als auch bei den Kantonen erhebliche ausserordentliche Ausgaben. Die Sonderauswertung fasst die Covid-Ausgaben des Bundes und der Kantone für die Jahre 2020 bis 2021 nach Aufgabenbereich und Art zusammen. Zwischen 2020 und 2022 wurden fast 32 Milliarden vom Bund und 7 Milliarden von den Kantonen ausgegeben. Diese Ausgaben dienten hauptsächlich der Finanzierung der Arbeitslosenversicherung, der Gesundheitskosten sowie der Härtefallmassnahmen zugunsten von Unternehmen.
Structural Deficits and Fiscal Impulses in Switzerland
Forecasts based on the GFS data indicate a slightly positive fiscal impulse in 2025, rising in 2026 due to strong expenditure growth and slowing revenue. From 2027 onward, forecasted fiscal surpluses – mainly due to expenditure restraint under the relief package 27 – are anticipated to result in a neutral impulse in 2027 and 2028. In contrast, 2029 shows a positive fiscal impulse. These results are highly sensitive to assumptions, including Relief Package 27, SNB distributions and financing of the 13th AHV payment. The FS model provides a broadly similar outlook from 2024 onward. Local governments remain the only subsector with a structural deficit over the entire forecast horizon.