Die wichtigsten Einnahmequellen des Bundes sind die direkte Bundessteuer und die die Mehrwertsteuer, die je etwa einen Drittel ausmachen. Weitertragen Verrechnungssteuer, Mineralölsteuer und Stempelabgaben zu den Einkünften des Bundes bei.
Einnahmen 2025
Anteilein %
Von den Einnahmen entfielen 36,6 Prozent auf die direkte Bundessteuer (DBST). Diese stellt zusammen mit der Mehrwertsteuer die grösste Einnahmequelle des Bundes dar. Die DBST wird auf den Einkommen natürlicher Personen und auf dem Reingewinn juristischer Personen erhoben. Die Einnahmen aus der DBST teilten sich zu fast gleich grossen Anteilen auf die Einkommenssteuer und die Gewinnsteuer auf (46 % bzw. 54 %). Die Einnahmen 2025 stammten überwiegend aus den steuerbaren Einkommen und Gewinnen von 2024.
Ab 2026 sind aufgrund der Umsetzung der OECD-Mindestbesteuerung Einnahmen aus der Ergänzungssteuer zu erwarten (1,6 Mrd.). Die Gewinne grosser international tätiger Unternehmen werden dann mit 15 Prozent besteuert.
Die Mehrwertsteuer machte 31,4 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Damit ist sie zusammen mit der direkten Bundessteuer die wichtigste Einnahmequelle des Bundes. Besteuert wird der inländische Konsum. Dies umfasst den Bezug von inländischen Gütern und Dienstleistungen, aber auch die Importe. Die Exporte unterliegen nicht der Mehrwertsteuer.
Die übrigen Verbrauchssteuern umfassen unter anderem die Einnahmen aus der Mineralölsteuer, der Tabaksteuer, der Biersteuer und der Spirituosensteuer. Sie machten 9,1 Prozent der Gesamteinnahmen aus und gehen in der Tendenz weiterhin zurück. So führt die Zunahme von Elektrofahrzeugen zu tieferen Mineralölsteuer-Einnahmen und der rückläufige Alkoholkonsum zu einem Einnahmenrückgang bei der Bier- und der Spirituosensteuer.
Der Anteil der Verrechnungssteuer an den Gesamteinnahmen betrug 7,0 Prozent. Die Verrechnungssteuer ist als Sicherungssteuer für die direkten Steuern konzipiert und soll sicherstellen, dass das Einkommen aus beweglichem Kapitalvermögen besteuert wird (insb. Dividenden und Zinserträge). Die geschätzten Einnahmen aus der Verrechnungssteuer stellen den Anteil der Eingänge dar, der nicht zurückgefordert werden dürfte und als Einnahme beim Bund verbleibt.
Die Verkehrsabgaben umfassen die Schwerverkehrsabgabe und die Nationalstrassenabgabe (Vignette) sowie die Automobilsteuer. Auf sie entfielen 3,0 Prozent der Gesamteinnahmen.
Die Stempelabgaben beliefen sich auf 2,9 Prozent der Einnahmen. Die Umsatzabgabe, auf die über die Hälfte der Einnahmen aus den Stempelabgaben entfällt, wird auf Käufen und Verkäufen von in- und ausländischen Wertpapieren erhoben. Die Emissionsabgabe auf der Schaffung von Eigenkapital schwankt stark, da sie vom Eigenkapitalbedarf der Unternehmen abhängt. Das dritte Element der Stempelabgaben ist der Prämienquittungsstempel, welcher auf bestimmten Versicherungsprämien erhoben wird. Er weist eine relativ stabile Entwicklung auf.
Die übrigen Einnahmen des Bundes machten 10,0 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Sie umfassen die übrigen Fiskaleinnahmen wie die CO2-Abgabe (1,3 Mrd.) und die Einfuhrzölle (0,8 Mrd.) sowie die Investitionseinnahmen, die zu 80 Prozent aus Dividenden von Beteiligungen des Bundes stammen (1,0 Mrd.; insb. Swisscom und Post). Hinzu kommen die laufenden nichtfiskalischen Einnahmen: Dies sind unter anderem die Einnahmen aus Regalien und Konzessionen, beispielsweise die Gewinnausschüttung der SNB (1 Mrd.), sowie die Entgelte (1,2 Mrd.; z. B. die Wehrpflichtersatzabgabe) und die Finanzeinnahmen (0,6 Mrd.; z. B. die Zinseinnahmen).
Entwicklung der Einnahmen 2025
In Mrd.CHF
Hinweis: Daten 2026 bis 2029 gemäss Bundesbeschluss 2026 mit IAFP 2027–2029
Die Gesamteinnahmen stiegen 2025 um 4,3 Milliarden (+5,8 %) auf 87,8 Milliarden. Dieses Wachstum beruht hauptsächlich auf dem starken Anstieg der Einnahmen aus der direkten Bundessteuer (+2,3 Mrd.) und aus der Gewinnausschüttung der SNB (+1,0 Mrd.).
Die Einnahmen aus der direkten Bundessteuer (DBST) stiegen 2025 stark an (+2,3 Mrd.; +7,7 %). Während der Ertrag aus der Steuer auf dem Einkommen natürlicher Personen um 0,5 Milliarden zunahm, verzeichnete der Ertrag aus der Steuer auf dem Reingewinn juristischer Personen 2025 ein ausserordentlich starkes Wachstum (+1,8 Mrd.). Letzteres erklärt sich in erster Linie durch die temporären Mehreinnahmen aus dem Kanton Genf (1,5 Mrd.). Unter Ausklammerung dieses Sondereffekts haben vor allem die Einnahmen aus dem Hauptfälligkeitsjahr (2024) stark zugenommen.
Der Ertrag aus der Mehrwertsteuer (MWST) lag 2025 bei 27,6 Milliarden, was einem Wachstum von 2,6 Prozent entspricht. Dieses Wachstum ist höher als jenes des nominalen BIP (1,7 %). Das starke Einnahmenwachstum erklärt sich durch die Erhöhung der MWST per 1.1.2024 (Reform AHV 21), die im Jahr 2025 erstmals ihre vollständig Wirkung entfaltet hat.
Die Einnahmen aus der Verrechnungssteuer beliefen sich 2025 auf 6,1 Milliarden und sanken somit im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Prozent. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf Schätzanpassungen aus den Vorjahren.
Der Anstieg der nichtfiskalischen Einnahmen (+1,1 Mrd.) ist insbesondere auf die Gewinnausschüttung der SNB in der Höhe von 1 Milliarde (wovon 333 Millionen als ausserordentlich verbucht wurden) zurückzuführen, nachdem es 2024 und 2023 keine Ausschüttung gegeben hatte.
Daten
Detaillierte Daten für längere Zeiträume finden sich unter folgenden Links: