Zweite Hochrechnung 2020 bestätigt hohes Defizit im Bundeshaushalt

28.10.2020

Für das laufende Jahr rechnet der Bund mit einem Defizit von 20 Milliarden Franken. Davon sind 18,1 Milliarden auf die ausserordentlichen Ausgaben zur Abfederung der Corona-Pandemie zurückzuführen. Budgetiert war ein Überschuss von 0,3 Milliarden. Die Unsicherheit ist aber noch immer gross, der Anstieg der Corona-Fallzahlen kann bis Ende Jahr noch grössere Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben.

Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 28. Oktober 2020 über die aktuelle Hochrechnung informiert. Auf Basis der Zahlen bis Ende September rechnet der Bund für 2020 im ordentlichen Haushalt mit einem Finanzierungsdefizit von 1,9 Milliarden Franken. Im ausserordentlichen Haushalt fallen die umfangreichen Massnahmen des Bundes zur Bewältigung der Corona-Pandemie an. Diese belaufen sich gemäss den Schätzungen auf 18,1 Milliarden Franken. Die in den Nachträgen vorgesehenen ausserordentlichen Ausgaben (30,9 Mrd. inkl. Kompensationen) werden damit aus heutiger Sicht nicht ausgeschöpft. Insgesamt dürfte ein Finanzierungsdefizit von 20 Milliarden Franken resultieren.

Aufgrund des aktuellen starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen sind die Schätzungen, die auf Zahlen von Ende September beruhen, mit grosser Unsicherheit behaftet.

Letzte Änderung 28.10.2020

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