Digitalisierung im Finanzbereich: Anteil E-Rechnungen bereits bei über 70 Prozent

14.05.2020

Der Bund konnte den Anteil der eingehenden E-Rechnungen von Lieferanten in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Neu ist auch die Rechnungsstellung an bundesexterne Kunden per PDF möglich. Damit vereinfacht der Bund seine Finanzprozesse weiter und unterstreicht seine Vorreiterrolle bei der digitalen Prozessabwicklung im Finanzbereich.

Im Bereich der E-Rechnung nimmt der Bund eine führende Rolle ein, dies sowohl im Vergleich mit den öffentlichen Verwaltungen auf allen föderalen Ebenen wie auch im Vergleich mit der Privatwirtschaft. Heute treffen mehr als 70 Prozent der Rechnungen elektronisch ein. Die Lieferanten können diese als strukturierte E-Rechnung oder als PDF über verschiedene Kanäle einliefern. Seitdem der Bund seine Lieferanten verpflichtet hat, elektronische Rechnungen einzureichen, konnte der Anteil der E-Rechnungen kontinuierlich von 18 Prozent im Dezember 2014 auf 70 Prozent im Dezember 2019 gesteigert werden. Dies entspricht rund 440’000 von insgesamt 663’000 Rechnungen pro Jahr. Die Verpflichtung betrifft nicht alle Rechnungen: Kleinbeschaffungen sind davon ausgenommen, und nicht alle Rechnungen an die Bundesverwaltung stammen aus einer Lieferantenbeziehung.

E-Rechnungen Bund, in tausend und in %

Bei den ausgehenden Rechnungen an externe Kunden bietet der Bund seinen Verwaltungseinheiten neu – nebst der strukturierten E-Rechnung - ebenfalls einen Versand von PDF-Rechnungen per E-Mail an. Dies entspricht einem grossen Bedürfnis der Kunden.

Schont die Umwelt und das Budget

Mit dem hohen Anteil an Lieferantenrechnungen und den neuen Optionen für die Rechnungstellung unterstreicht der Bund seine Vorreiterrolle im Bereich der digitalen Prozessabwicklung im Finanzbereich. Davon profitieren die zahlreichen Lieferanten und Kunden des Bundes, indem die Geschäftsabwicklung mit dem Bund einfacher und effizienter wird.

Auch beim Bund ergeben sich dadurch Vorteile. Durch den papierlosen Austausch können die Rechnungen effizienter verarbeitet werden. Beispielsweise fällt das Auspacken und Scannen weg und die Rechnungsdaten können elektronisch und damit einfacher in das Buchhaltungssystem übernommen werden. Ausserdem ist diese Alternative zum Postversand umwelt- und budgetschonend. Die Bundesverwaltung ist bestrebt, den Anteil E-Rechnungen weiter zu erhöhen.

Die Möglichkeit, eine Rechnung digital zuzustellen, bietet der Bund bereits seit August 2011 an. Seit 2016 sind die Lieferanten des Bundes verpflichtet, elektronische Rechnungen einzureichen. Seit Januar 2018 können aufgrund einer Verordnungsänderung der MWST E-Rechnungen auch ohne digitale Signatur verschickt werden. Dadurch wurde der Austausch von PDF-Rechnungen per E-Mail möglich.

Letzte Änderung 15.05.2020

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