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Eidgenössische Finanzverwaltung EFV
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Methodische Grundlagen

Die methodische Grundlage der Finanzstatistik ist das entsprechende Handbuch des Internationalen Währungsfonds, das Government Finance Statistics Manual 2001 (GFSM2001). Dessen Inhalt ist mit weiteren internationalen Standards abgestimmt worden. Grundlage aller wirtschaft- und finanzstatistischen Standards ist das System of National Accounts 2008 der UNO (SNA 2008).

Wie die International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) ist auch das GFSM2001 ein Standard für die finanzielle Berichterstattung über öffentliche Haushalte. Im Unterschied zu den IPSAS, die mehr die einzel- bzw. betriebswirtschaftliche Sicht (Managementorientierung und Steuerung) betonen, legt das GFSM2001 als statistischer Standard für eine Synthesestatistik das Schwergewicht auf die volkswirtschaftliche und globale finanzpolitische Steuerung (Politikorientierung) sowie auf die Vergleichbarkeit der öffentlichen Haushalte. Die Anforderungen beider Standards unterscheiden sich grundsätzlich nicht voneinander und zielen in die gleiche Richtung: ein nachvollziehbarer und transparenter Ausweis der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der öffentlichen Hand. Somit lässt sich das GFSM2001 mit dem Rechnungsmodell des Bundes und dem neuen harmonisierten Rechnungslegungsmodell der Kantone und Gemeinden (HRM2), welche sich ebenfalls grundsätzlich nach IPSAS richten, kombinieren.

Die Europäische Union stellt an ihre Mitgliedsländer jedoch weitergehende Anforderungen. Diese betreffen insbesondere den für die Erstellung der gesamten Kontensequenz der öffentlichen Haushalte erforderlichen Detaillierungsgrad in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sowie für ausgewählte Grössen eine Finanzberichterstattung auf vierteljährlicher Basis. Entsprechende Anforderungen sind Teil des Statistikabkommens der Schweiz mit der Europäischen Union im Rahmen der Bilateralen Verträge II. Basis für diese Daten ist das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995 (ESVG95). Das ESVG95 beruht wie das GFSM2001 auf den Bewertungs- und Abgrenzungsregeln des SNA 2008, weshalb sich die Anforderungen kaum voneinander abweichen. Im Unterschied zum GFSM2001 steht jedoch im ESVG95 nicht die Ressourcensicht, sondern – wegen der fiskalischen Maastricht-Kriterien – die Finanzierungssicht im Vordergrund.

 

Kontakt: finstat@efv.admin.ch Telefon: +41 31 322 15 44

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Zuletzt aktualisiert am: 28.02.2012
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